7. Was kommt nach der Klinik ?

Die Rückkehr in die Familie und in die häusliche Umgebung kann sowohl für den Betroffenen als auch für die Angehörigen und Freunde schwierig sein und muß sorgfältig vorbereitet werden.

Schon während des Reha-Aufenthaltes ist es wichtig, Kontakt mit den zuständigen Therapeuten, Sozialarbeitern und Ärzten aufzunehmen. Diese werden sich bemühen, auf spezielle Fragen und Probleme hinzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden. So kann schon von der Klinik aus  eine optimale Versorgung am Heimatort eingeleitet und vorbereitet werden, z.B. für:

  • Hilfsmittelversorgung,
  • Einrichtungsanpassung in Wohnung und Haushalt,
  • Vermittlung eines Alters- oder Pflegeheimes,
  • Beratung bei Umschulungsmaßnahmen,
  • Hilfe bei der Regelung finanzieller Fragen,
  • Erstellung eines Antrags auf einen Schwerbehindertenausweis,

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Einleitung der ambulanten Sprachtherapie am Heimatort oder die Weiterversorgungen in deiner Tagesklinik: So kann schon während des Aufenthaltes ein Anmeldung in einer Praxis einer niedergelassenen Logopädin/ Sprachtherapeutin in der Nähe des Heimatortes erfolgen, das es in der Regel lange Wartezeiten gibt. Eine ambulante Weiterführung der Sprachtherapie ist gerade in der ersten Zeit nach der Erkrankung sehr wichtig, um optimale Verbesserung erreichen zu können.

Für eine ambulante Therapie ist ein Rezept des behandelnden Hausarztes/Neurologen nötig: Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit mit der Therapeutin in der Klinik in Verbindung setzen. Es besteht eventuell die Möglichkeit, Zuschüsse für Fahrten zur Therapie zu bekommen.

An einigen Orten bestehen Aphasiker-Selbsthilfegruppen und/oder Angehörigengruppen. Sie bieten den Patienten und ihren Angehörigen die Möglichkeit zu gegenseitigem Aktivtäten (Spielnachtmittag, Ausflüge, Urlaub) und vermitteln auch wichtige Infomationen.

Die Gruppen werden in der Regel von Patienten und ihren Angehörigen selbstständig organisiert und geleitet. Therapeuten können den Anstoß für die Gründung einer solchen Gruppe geben, sollten aber nur in der Anfangsphase aktiv mitarbeiten und ihre Erfahrungen zur Verfügung stellen. Leider gibt es noch viel zu wenige solcher Gruppen. Informationen erhalten Sie beim Bundesverband für die Rehabilitation von Aphasikern e.V. (die Andressen finden Sie in Kapitel 8.)

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